i’m the hooper, the hyper – protected by viper

•Juni 4, 2011 • 1 Kommentar

Einiges an Wasser ist seit dem letzten Eintrag hier die Flüsse dieser Welt entlang gelaufen und mit Sicherheit ist einiges passiert. Merkwürdige Krankheiten, Saisonende der Bundesliga, Osama tot, der Macho Man verpasst Jesus Big Elbows im Himmel und Gil Scott Heron wird uns mit keinem weitern Album segnen. Aber dieser Moment verlangt tatsächlich nach einem Eintrag: Shaq ist im Ruhestand.

Um zu verstehen, warum mich ausgerechnet dieser Rücktritt aus dem Profisport zu einem Update treibt: Shaquille O’Neal war mehr als nur ein Basketballspieler. Shaq war und ist eine weltweite Popikone – für mich auf einer Stufe mit Michael Jackson, Mickey Mouse, E.T. und Chewbacca. Und das meine ich im positivsten Sinne.

Ich hab keine Ahnung mehr wann oder wie ich Shaq das erste Mal wahrnahm. Ob’s bei Jump auf Sat 1 war, oder beim Video von Can We Rock von Shaq mit den Fu Shnickens auf YO! MTV Raps. Ist auch vollkommen egal.

Mittlerweile gab’s auch mit Sicherheit genügend Rückblicke auf Shaqs Karriere, die darauf hinwiesen, dass Shaq anders war als andere Center seiner Größe. Nicht lang und schlaksig. Sondern lang und dennoch irgendwie kompakt. Ein Schrank mit einem schnellen ersten Schritt und einer schnellen Drehung, der unter dem Korb nicht aufzuhalten war. Ein Spieler, der natürlich seine Schwächen hatte- alleine seine legendäre Freiwurfschwäche, die durch Hack The Shaq schon quasi eine eigene Spieltaktik einführte – aber dennoch wohl der beste Big Man war, den ich je erleben durfte. Vier Titel mit zwei Teams. # 1 Pick…

Was Shaq wirklich heraushebt, ist der Krempel, den er gemacht hat, während er nebenbei die Zonen der NBA dominierte. Schriftsteller, Schauspieler, Rapper….und der ganze andereBlödsinn.

Noch viel wichtiger ist, was Shaq für mich war. Heimlich nachts im Wohnzimmer meiner Eltern sitzen um die Magic zu sehen und dabei mitzuerleben, wie Nick Anderson seine Freiwürfe nicht trifft. Das erste Mal Blue Chips zu sehen (wohl der einzig „gute“ Film mit Shaq – da spielt er auch nur ein Basketballer und keinen Geist, Superhelden oder sonst so einen Müll). Mein erstes Shaq-Attack T-Shirt. Der Tag an dem meine Tante mir ein Magic-Jersey aus einem Staaten-Urlaub mitbrachte (von Champion. Schwarz. Ohne die weißen Längsstreifen, was zu einigen Diskussionen über die Legitimität des Jerseys mit Freunden führte. Für Shaq Reeboks hat es nie gereicht, ich trug Mutombos von Adidas, aber das wäre wieder ein anderes Thema). Videokassetten von YO! zurückspulen um noch mal I Know I Got (Skillz) zu sehen. Bei Freunden übernachten, nur um dort auf dem Supernintendo Shaq-Fu zu spielen (und so zu tun, als sei man nicht vollständig enttäuscht).

Gastauftritte in den merkwürdigsten Filmen (die eigenen waren dann doch nur Müll), Tanz-Battles in Halbzeitpausen und die unfassbar große Fresse machen Shaq – neben der totalen Dominanz der Zone – unsterblich. Wer bringt es schon fertig, am Anfang seiner Profikarriere, ganz zu Beginn seiner Musiklaufbahn, zwei seiner größten Konkurrenten mit den unsterblichen Worten „Now who’s the first pick? Me, word is bond, and not a Christian Laettner, not Alonzo Mourning“ zu beleidigen? Wer tritt schon öffentlich auf und zieht über einen der besten Basketballer aller Zeiten her, mit dem man drei Championships geholt hat und erwähnt ganz nebenbei Legenden wie Ewing und Olajuwon?

Wenn O’Neal zusammen mit Sir Charles Spiele analysieren würde, wäre das wohl das beste Duo, das je auf Bildschirmen zu sehen war.

Worauf ich wohl eigentlich hinaus will ist, dass dieser Rücktritt wieder zeigt, wie schnell die Zeit vergeht. Sich gestern noch auf dem Freiplatz vorgestellt, man wäre Shaq anno 1994 im Dream Team II mit Larry Johnson an der Seite – und jetzt tritt der Held nach einer Saison mit wenig Spielzeit zurück. Man wird alt und die Helden von früher verschwinden.

Für mich wirst du auf ewig Backboards zerschmettern. Danke für die Erinnerungen Big Man – aber mit den Talenten kommen bestimmt noch ein paar dazu.

pax F

action bronson

•Januar 28, 2011 • 2 Kommentare

Obwohl ich nicht wüsste, dass in nächster Zeit was Offizielles rauskommt, möchte ich hier kurz mal auf Action Bronson hinweisen. Momentan kann man ein Mixtape von ihm erwerben – und zwar hier – und obwohl ich Dingern eher kritisch gegenüber stehe, die noch nicht mal auf CD rauskommen, ist das hier das Geld wert.

Action Bronson erinnert mich irgendwie an eine Mischung aus Ghostface und AZ – ohne dass ich da was unterstellen möchte – exzellente Beatauswahl, clever mit dem Rapshit und bestückt mit genug merkwürdige Popkultur-Referenzen um mich glücklich zu machen, unterhält mich Bon Appetit ungemein. Wie bei allen „Mixtapes“ gibt es natürlich die gelegentlichen doofen Host-Kommentare, kann man aber überleben. Ich mein, wer möchte keinen dicken rohaarigen Albaner-Ex-Koch aus Queens Sachen sagen hören wie „I’ve been fly since Big Boss Man rolled with The Mountie“?

Kochen kann der Typ auch:

Und überhaupt:

http://www.myspace.com/actionbronson56

pax F

und dann und so…

•Januar 5, 2011 • 1 Kommentar

Verdammt – hier ist ja schon lange nix mehr passiert. Sollte irgendjemand regelmäßig versucht haben hier irgendwelche Updates zu bekommen, dann tut’s mir leid. Das Ding lebt noch, erzählt’s ruhig allen Freunden.

Womit im neuen Jahr anfangen, wenn nicht mit einem Jahresrückblick auf das vergangene Jahr? Es würde mit Sicherheit spektakulärer gehen, aber irgendwie muss man ja anfangen und weil gerade so was wohl schon unfassbar ausgelutscht ist halte ich mich kurz.

So besonders war 2010 dann doch nicht und für mich persönlich gab es nur zwei Ereignisse, die wohl hängen bleiben werden. Fußball WM und Gurus Tod.

Fußball WM nicht zwingend weil sie so was Besonderes war und noch nicht mal, weil es genug Gründe gab um über England, Frankreich oder Italien zu lachen, sondern weil mir alle WMs in Erinnerung bleiben. Warum Gurus Tod? Hab ja schon was drüber geschrieben und dem werde ich auch nix hinzufügen.

Den Rest hab ich schon wieder vergessen – so sollten alle Jahresrückblicke aussehen, aber natürlich gibt es zwei Punkte, bei denen ich doch etwas weiter ausholen muss: Film & Rap.

Mein Film des Jahres 2010:

Wer hier Blödsinn wie Avatar (war das in diesem Jahr?) erwartet hat, wird wohl leider enttäuscht sein. Magic & Bird – A Courtship of Rivals ist ein von HBO produzierte Dokumentation und als solche bei uns bis jetzt nur über Internet zu sehen. Abgesehen davon, dass ich sowieso Dokus mag, verbindet dieses Ding so viele großartige Sachen: typische  Gegensätze, Sport (keinen Quatsch wie Leichtathletik oder so, sondern Basketball), große Persönlichkeiten, eine nahezu ewig währende Rivalität, fantastische Interviews, Rassendiskussion, HIV, Freundschaft… und im Endeffekt bringt diese Doku mehr Kitsch zusammen, als es ein Schreiber für Walt Disney Filme hinbekommen würde. Realer Kitsch der gut ist, ist in der Regel auch tatsächlich nur in Sport-Dokumentationen zu finden.

Rap 2010:

Auch hier ist etwas passiert. Neue Hoffnungen blühen auf, wie etwa Odd Future Wolf Gang Kill Them All, wobei man hier natürlich hoffen muss, dass diese Crew, die weitaus mehr zu bieten hat, als nur einen fantastischen Namen, nicht bald komplett von Idioten vergöttert wird, die zu enge Hosen tragen und ironische Schnurrbärte haben. Alte Helden kamen mit Sachen an den Start, die nicht enttäuscht haben (z.B. OB4CLII), aber im Endeffekt müssen sich Leute, die wie ich eigentlich in den 90ern hängen geblieben sind, erstmal durch einen Haufen Mist kämpfen, bevor man ordentlich bedient wird.

Um die Götter des Jahres 2011 milde zu stimmen, gibt’s noch 11 Tracks aus dem vergangen Jahr, die mir zusagen – euch hoffentlich auch.

2010 (67 MB)

P.SO – Incredible (feat. Homeboy Sandman, 8thW1, Fresh Daily)
Von Pea – Boombox
Danny Brown – Greatest Rapper Ever
Tha Grimm Teachaz – I Getz (feat. Son Doobie)
Raekwon – Butter Knives
The NewOld – Life Style
Poetic Republic – The Media
Chuuwee – Get Out The Fuckin Car
Black Milk – Black & Brown (feat. Danny Brown)
Yelawolf – I Wish (feat. Raekwon)
Tyler The Creator – Splatter

pax

F

RIP GURU APACHE EYEDEA

vocal samples und so

•November 6, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Wenn ich Leuten erklären muss, was ich an Rap-Musik mag, ist oft alles was ich ernte ein fragender Blick. Ist mir dann auch meistens egal, wer sich mit damit nicht wirklich beschäftigt wird’s auch nie verstehen. Was oft nicht verstanden wird ist, wie interessant es ist Samples zu raten. Nicht nur Musik, die weiter verarbeitet wurde, sondern auch Vocal-Samples. Mitschnitte aus Filmen, anderen Songs und dabei vor allem aus anderen Rap-Dingern.

Hier gibt es Sachen, die besonders oft gesamplet oder von DJs für Cuts verwendet wurden. Top Billin von Audio Two habe ich hier ja schon mal erwähnt, die Worte „Hip Hop“ aus MC Shans The Bridge erfreuen sich ungeheurer Popularität, oder The Show von Doug E Fresh und Slick Rick – da wurde wohl ALLES was Slick Rick sagt wieder verwendet. Mehrmals. Und trotzdem freue ich mich jedes Mal, wenn ich „Ladi Dadi“ oder „slammed the child on the hard concrete“ höre.

Was zum Saugen gibt’s natürlich auch noch. nothing but conscious styles.

vocalsundso (76 MB)

Motion Man – 93 Swing
Edan feat. Eric Fergu – The E’s Have It
Blahzay Blahzay – Danger
Neek The Exotic – Rip Em Flip Em
Torch – Als ich zur Schule ging
Naughty By Nature – 1,2,3
Eyedea & Abilities – E and A Day
Beatnuts – No Equal
Visionaries – Audible Angels
Kurious – Fresh Out The Box
Time Machine – Who Needs A Mic
Poor Righteous Teachers feat. KRS One – Conscious Style
Company Flow – Infokill
J Zone feat. Huggy – Catch 22
Mr. Lif – Because They Made It That Way

 

eyedea…

•Oktober 18, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Bevor ich heute Morgen das Haus Richtung Job verließ, hab ich noch mal kurz einen Blick ins weltweite Netz geworfen nur um über ein soziales Netzwerk zu erfahren, dass Eyedea gestorben ist.

Als das Internet zwar schon existierte, aber noch nicht ganz so maßgebend war und ein Mixtape noch tatsächlich ein Tape war, schaffte es Eyedea zusammen mit seinem Partner an den Wheels of Steel, Abilities, verblüffend oft auf irgendwelche Underground-Tapes. Über 10 Jahre und ein paar dicke Releases später dann das…

Battle Rapper, B-Boy, MC! Thanks.

„I’m only deep enough to realize that I’m shallow“

pax

F

 

am anfang war der blues…

•Oktober 17, 2010 • 2 Kommentare

…und zwar selbst dann, wenn ich’s aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachte.

Egal was auch immer man heute an Musik, die irgendwann im 20. oder 21. Jahrhundert entstanden ist, geil finden sollte, lässt sich irgendwie auf den Blues zurückverfolgen. Vollkommen irrelevant ob Schranz oder Emocore oder andere Fehlentwicklungen solcher Art in der Evolution der Musikgeschichte – verfolgt man, woher das Zeug kommt, stößt man irgendwann auf den Blues.

Für mich persönlich war am Anfang auch der Blues. Noch bevor Rap in mein Leben trat und mich für ewig an sich gebunden hat; noch bevor ich vor dem Spiegel Carlos Santana oder Jimmy Page imitiert habe, hatten es mir zwei Kassetten meines Vaters angetan. Zwei simple Tapes aus einer Doppelbox, an deren Tracklist ich mich nicht mehr erinnern kann, waren als erstes in der Lage die üblichen Kinderkassetten immer wieder mal aus meinem Kassettenrekorder zu verdrängen. Die notorischen Verdächtigen waren drauf, B.B. King, John Lee Hooker, Muddy Waters…und wenn auch nicht mehr so oft – die erste große Liebe habe ich nie vergessen.

Mein Punkt: Gott segne den Blues!

amanfangwarderblues (60 MB)

Robert Johnson – Crossroad Blues
Big Mama Thornton – They Call Me Big Mama
T-Bone Walker – T-Bone Shuffle
Magic Sam – 21 Days In Jail
BB King – Chains And Things
Howlin’ Wolf – I Ain’t Superstitious
Albert King – Cockroach
Earl Lee Hooker – You Got To Lose
Bo Diddley – Bo Diddley
Memphis Slim – Mother Earth
John Lee Hooker – Good Rocking Mama
Muddy Waters – Long Distance
Elmore James – The Sky Is Crying

 

Extra Gruß an Muddy Waters, der’s geschafft hat, dass sich eine meiner Lieblingsbands nach einem Song von ihm benannt hat und dass ein Rapper, einem meiner favorisierten Alben seinen Namen gab. Die Rolling Stones und Redman sagen hallo. R.I.P. big man.

pax

F

ode an das duo III

•Oktober 2, 2010 • Schreibe einen Kommentar

Yo, mit den Updates hier hat es in letzter Zeit ja nicht geklappt – übermäßiger Stress momentan.

Die bisherigen zwei Teile über Duos im Rap waren leicht irreführend, weil die Tracklists mit dem tollen Namen “Duette in der klassischen Musik” versehen waren. Totaler Unsinn. Es ging zwar um Duos, aber eben nicht um zwangsläufig um Duette. Zeit also den Fehler (den ich der Freiheit einräume, die ich hier genieße, schließlich ist es mein Blog) wieder auszubügeln.
Hier geht es sogar um ganz klassische Duette. Mann & Frau. Bei einem der ausgewählten Tracks – Method Man & Mary J Blige – ist auch direkt ganz klar, dass man sich an Marvin Gaye und Tammy Terrell orientiert hat.

Hier gilt wohl anzumerken, dass ich bin mit der Grundeinstellung aufgewachsen bin, dass R’n’B-Musik Kacke ist. Zumindest das, was seit den 80ern R’n’B genannt wird; was meistens schlechte Versionen von einem Hip-Hop-Beat beinhaltet, sowie ätzenden kitschigen Gesang und nichts mehr mit dem zu tun hat, was Rhythym and Blues mal war. Mir ist vollkommen egal, ob Ashantis Flugzeug abgestürzt ist und insgeheim denke ich, dass Whitney und die absolut talentfreie Rhianna es wahrscheinlich doch mal irgendwie auf die Schnauze verdient haben. Der ganze Gesangskram hat sowieso viel mehr kaputt gemacht, als das es irgendwie sinnvoll gewesen wäre. Die Black Eyed Peas entwickelten sich dank Fergie zum Beispiel von einer langweiligen Rap-Crew,  zu einer simpel gestrickten und aufdringlichen Plage, die in einem Atemzug mit Pop-Ups, Fortsetzungen von Marvel-Verfilmungen und dem Golfkrieg genannt werden kann.

Zu viel negative Energie; egal wie furchtbar das Zeug ist, hier mal eine kleine Zusammenstellung von Duetten, die durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Die Aufteilung ist einfach: Mann rappt, Frau singt; der Gesang reduziert sich manchmal auf die Hook. Ausnahmen bestätigen die Regel und bei der , rappt auch die Frau. Und falls sich jetzt jemand beschwert: ja, The Roots sind eine Band, aber es sind nur Black Thought und Bahamadia am Mikro – das ist ein Duett, verdammt.

Duette in der klassischen Musik III (59 MB)

Janet Jackson & Q-Tip – Got Till It’s Gone
Method Man & Mary J Blige – You’re All I Need To Get By
Erykah Badu feat. Common – Love Of My Live
MF Doom feat. Pebbles The Invisible Girl – Doomsday (RMX)
Amy Whinehouse feat. Ghostface – You Know I’m No Good
The Roots feat. Bahamadia – Proceed
Nas feat. Lauryn Hill – If I Ruled The World
Mariah Carey feat. ODB – Fantasy
Mos Def feat. Faith Evans – Brown Sugar
Ol Dirty Bastard & Macy Gray – Don’t Go Breaking My Heart

pax

F

sneak preview für den nächsten post?
 
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