run for cover III

War mal wieder Zeit, etwas von dem Rap-Krempel wegzukommen. Meine Faszination für Cover-Versionen hatte ich ja bereits angesprochen, allerdings verstehe ich immer noch nicht wie es möglich ist, einen gigantischen Hit zu landen, mit einer Cover-Version, die fast klingt wie das Original und zudem erst kurz nach der Veröffentlichung des Originals rauskam. Naja, eigentlich ist es schon zu verstehen, wird wohl größtenteils damit zu tun haben, ob man ein großes Unternehmen im Rücken hat oder nicht. Ist auch egal. Diesmal hab ich mir noch erlaubt meine Auswahl zu rechtfertigen.

Louie Louie

Louie Louie ist ein Song der bei mir unter die Rubrik fällt: mag ich, wenn ich was getrunken hab (ob ich mich dafür schämen sollte?). Hier gibt’s direkt vier Versionen.

Ich muss gestehen, dass ich mit dem Original wenig vertraut bin. Die meisten werden wohl auch die bekanntere Kingsmen-Version kennen. Toots & The Maytals bringen ihren ganz eigenen Stil in die Cover-Version und das Cover von The Clash ist dabei, weil The Clash ja hier irgendwann auftauchen musste – ich glaube es gibt wenige Bands, die so oft (gut) gecovert haben, wie die.

Original I:
Richard Berry – Louie Louie
Cover Ia:
The Kingsmen – Louie Louie
Cover Ib:
Toots & The Maytals – Louie Louie
Cover Ic:
The Clash – Louie Louie

All Along The Watchtower

Ja, ok, das hier ist wirklich offensichtlich. Interessant ist hierbei aber, dass ausgerechnet eins der Stücke für die Hendrix bekannt wurde eine Cover-Version ist. Vielleicht widersprechen jetzt einige, aber eigentlich ist es klar, dass es ein Dylan-Song sein musste; fantastischer Songwriter, aber wohl sein eigener schlechtester Interpret. Das Hendrix-Ding ist wohl die bekannteste Variante von All Along The Watchtower, noch vor der Version von Dave Mathews (die eigentlich echt furchtbar ist und genau deswegen wurde hier auf diese verzichtet).

Original II:
Bob Dylan – All Along The Watchtower (live)
Cover II:
Jimi Hendrix – All Along The Watchtower

Barbara Ann

Vor kurzem hatte ich mir seit langem mal wieder American Graffiti angesehen und bin dabei wieder auf dieses Lied gestoßen. Die Version der Beach Boys unterscheidet sich nicht großartig vom Original (wobei die Trompeten bei den Regents echt geil sind), aber ist ein gutes Beispiel dafür, wie oft das Cover größer wird als die Vorlage; ich mein The Regents? Kennt heute keine Sau mehr. Das einzige was die Beach Boys übertreffen könnte, wäre der Babybel-Werbespot, den’s mal gab.

Original III:
The Regents – Barbara Ann
Cover  III:
The Beach Boys – Barbara Ann

Billie Jean

Wohl einer meiner Favoriten von Michael Jackson. Der wurde auch oft genug gecovert. Shinehead bringt was ganz eigenes ein, weshalb das Ding hörenswert ist. Shineheads wohl einzige „bekanntere Hit“ war übrigens auch eine Cover-Version: Jamaican In New York.

Original IV:
Micheal Jackson – Billie Jean
Cover IV:
Shinehead – Billie Jean

Twist And Shout

Ein weiteres Beispiel dafür, wie wenig verändert wird und man trotzdem damit durchkommt. Die Interpretation der Beatles ist auf keinen Fall schlecht (haben allerdings keine Bläser), aber irgendwie ist das ganze doch zu nah am Original. Warum ich das Teil trotzdem mal hier aufgenommen habe? Einerseits sind die Beatles so verdammt oft gecovert worden, dass es schon keinen Spaß mehr macht, andererseits haben sich die Jungs aus Liverpool auch oft genug an anderen Tracks versucht (Please Mr Postman, You Really Got A Hold On Me…)

Original V:
The Isley Brothers – Twist And Shout
Cover V:
The Beatles –Twist And Shout

Hier gibt’s das ganze noch im Paket:

run for cover III (47 MB)

pax

F

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~ von Def Fred - Juni 19, 2010.

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